{"id":4924,"date":"2013-10-30T17:57:21","date_gmt":"2013-10-30T16:57:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-aktive.de\/?p=4924"},"modified":"2013-11-05T20:21:05","modified_gmt":"2013-11-05T19:21:05","slug":"newsletter-oktober-2013","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.die-aktive.de\/?p=4924","title":{"rendered":"Newsletter Oktober 2013"},"content":{"rendered":"<p><strong>In den letzten Wochen war der Nordkanal mehrfach Thema in der Presse.<\/strong><\/p>\n<p>Zum einen wurde \u00fcber das Treffen von MdL Frau Zentis und MdL Herrn Markert von den B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen mit dem Kaarster B\u00fcrgermeister und gleichzeitigem Verbandsvorsteher Herrn Moormann berichtet. Dieser Besuch geht auf das Treffen einiger Vertreter der Aktiven B\u00fcrger Gemeinschaft mit den Landtagsabgeordneten von B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen Anfang des Jahres zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Leider wurden wir nicht zu dieser Veranstaltung mit Herrn Moormann eingeladen.<\/p>\n<p>Zum anderen wurde \u00fcber den Umweltausschu\u00df der Stadt Korschenbroich (15.10.2013) berichtet. Zu diesem hatte\u00a0<strong><em>Die Aktive\u00a0<\/em><\/strong>einen Bericht zum Zustand des Nordkanal und seiner m\u00f6glichen Entschlammung gefordert.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst kurzgefasst zum Bericht des B\u00fcrgermeisters im Umweltausschu\u00df:<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<em>1. Der Nordkanal ist in einem hydraulisch guten Zustand<\/em><br \/>\n<em>2. Die Entschlammung ist eine freiwillige Aufgabe des &#8222;Boden- und Wasserverband Nordkanal&#8220; und daher von den Nutznie\u00dfern zu finanzieren<\/em><br \/>\n<em>3. Der Verband sieht derzeit keine Notwendigkeit f\u00fcr eine Entschlammung<\/em><\/p>\n<p>Dies ist genau die Auffassung \u00fcber den Nordkanal, die Herr Moormann auch den beiden Landtagsabgeordneten Zentis und Markert im September vermittelt hatte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sieht\u00a0<strong><em>Die Aktive\u00a0<\/em><\/strong>sowohl den Zustand des Nordkanals wie auch die Aufgabe der Entschlammung ganz anders. Daher hat unsere Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende Gabriele Parting die Landtagsabgeordneten erneut angeschrieben und die Sicht der Aktiven B\u00fcrger Gemeinschaft dargelegt.<br \/>\nDiesen Brief finden Sie nachfolgend:<\/p>\n<p><em>&#8222;Sehr geehrte Frau Zentis, sehr geehrter Herr Markert,<\/em><\/p>\n<p><em>an dieser Stelle ich mich noch einmal f\u00fcr Ihren Besuch hier in Korschenbroich bedanken. Sie konnten sicher einen guten Eindruck von einigen der bauphysikalischen L\u00f6sungsans\u00e4tzen, aber auch deren Problematik bzw. Kosten, mitnehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Anschlu\u00df haben Sie mit dem Erftverband und Herrn B\u00fcrgermeister Dick die Pumpenanlage in Herrenshoff am Baggersee besichtigt. Diese &#8211; wie auch die anderen Anlagen &#8211; sind zwar ein richtiger und wichtiger Schritt in die Richtung einer L\u00f6sung f\u00fcr das Grundwasserproblem, allerdings nur ein erster Schritt.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht vergessen d\u00fcrfen Sie, dass von den 4659 betroffenen Immobilien (alleine in Korschenbroich), lediglich 900 Immobilien entlastet werden, sofern alle Anlagen in Betrieb sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb muss dieses System auch weiter ausgebaut werden, um auch den verbleibenden 3759 betroffenen Immobilien eine Perspektive zu bieten.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber auch in Kaarst gibt es Probleme mit dr\u00fcckendem Grundwasser. Wie die Aktive B\u00fcrger Gemeinschaft &#8211; Die Aktive bereits ausf\u00fchrte, w\u00e4re hier die Entschlammung des Nordkanals ein erster Schritt. Dieser w\u00fcrde nicht nur die Kaarster entlasten, sondern die Entschlammung ist auch wichtig f\u00fcr die Korschenbroicher. Denn der Nordkanal spielt eine wichtige Rolle bei der Entw\u00e4sserung des J\u00fcchener Bachs, in den die vier Brunnenanlagen in Kleinenbroich Grundwasser einleiten. Funktioniert die Ableitung nicht, staut der Bach zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun haben wir der Presse entnommen, dass Sie am 04.09.2013 gemeinsam mit Herrn B\u00fcrgermeister Moormann eine Begehung der M\u00fcndung J\u00fcchener Bach \/ Nordkanal durchgef\u00fchrt haben. Wir bedauern, dass weder Kaarster B\u00fcrgervertreter, noch Korschenbroicher zu diesem Termin geladen wurden.<\/em><\/p>\n<p><em>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen wir den Presseberichten nicht folgen, da sie widerspr\u00fcchlich sind:\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Zitat WZ: Gudrun Zentis scheint zufrieden: \u201eIch habe jetzt selbst gesehen, dass das Wasser flie\u00dft. Eine Stausituation ist nicht erkennbar.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Zitat NGZ: Gudrun Zentis \u2026\u2026 Stausituation ist erkennbar.<\/em><\/p>\n<p><em>Die B\u00fcrgervertreter und die Aktive B\u00fcrger Gemeinschaft sind ganz anderer Ansicht als Herr Moormann. Der sowohl als Vorsteher des Wasser- und Bodenverband Nordkanal und gleichzeitig Kaarster B\u00fcrgermeister \u201ezwei H\u00fcte\u201c auf hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle auf die Presseberichte n\u00e4her eingehen:<\/em><br \/>\n<em>\u2022 Der Nordkanal ist kein Bodendenkmal. Er wurde bisher nicht amtlich anerkannt<\/em><br \/>\n<em>\u2022 Weiterhin ist die Aussage falsch, dass die Schlammschicht im Nordkanal nicht steigt; sie nimmt j\u00e4hrlich zu.<\/em><br \/>\n<em>\u2022 die Untere Wasserbeh\u00f6rde bef\u00fcrwortet eine Sohlreinigung und hat dies letztmalig in einem Schreiben vom 16.6.2009 nochmals angeregt.\u00a0<\/em><br \/>\n<em>\u2022 Es ist richtig, dass das Wasser im Nordkanal flie\u00dfen kann und der Schlamm m\u00f6glicherweise keine negativen Auswirkungen auf die Wasserqualit\u00e4t hat. Aus diesem Grund wird immer wieder vom Verbandstechniker best\u00e4tigt, am Nordkanal sei alles in Ordnung. So entsteht ein falsches Bild \u00fcber eigentlich notwendige Ma\u00dfnahmen.\u00a0<\/em><br \/>\n<em>\u2022 Auf das tats\u00e4chliche Problem des Schlamms im Nordkanal \u2013 n\u00e4mlich die Beeintr\u00e4chtigung der notwendigen Vorfluteigenschaften des Nordkanals \u2013 wird nicht eingegangen.\u00a0<\/em><br \/>\n<em>\u2022 Die notwendige Entschlammung des Nordkanals wird immer mit den fehlenden Mitteln begr\u00fcndet.<\/em><\/p>\n<p><em>Genau das ist das Problem. Hier zeigt sich die absolute Verz\u00f6gerungstaktik.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Laut Niederschrift vom 30.10.2001 (des Wasser- und Bodenverband Nordkanal) galt bis dato f\u00fcr den Nordkanal &#8222;Wenn die Vorflut nicht mehr sichergestellt ist, d.h. im Extremfall ein R\u00fcckstau in die Nebengew\u00e4sser zu besorgen w\u00e4re, ist eine Entschlammung erforderlich.&#8220; Diese Satzung wurde zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ge\u00e4ndert.<\/em><br \/>\n<em>Die Kosten wurden laut alter Unterlagen wie folgt beziffert:<\/em><br \/>\n<em>1961 20.000 m\u00b3 DM 70.000,&#8211;<\/em><br \/>\n<em>2007\/8 42.000 m\u00b3 Euro 2.800.000,&#8211;\u00a0<\/em><br \/>\n<em>17.02.2012 Euro 2.440.000,&#8211;<\/em><\/p>\n<p><em>Eine angedachte Erstellung einer angemessenen Geb\u00fchrenordnung, die dazu f\u00fchrt, die Mittel f\u00fcr eine Entschlammung zur Verf\u00fcgung zu haben, wird nicht weiter verfolgt.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>RWE Power hat im \u00dcbrigen zugesagt, den Schlamm kostenneutral zu entsorgen (sofern der Schlamm \u2013 wie festgestellt &#8211; nicht belastet ist).<\/em><\/p>\n<p><em>Au\u00dferdem wurde der Vorschlag von Herrn Patt (ehemaliger Landrat), den Nordkanal in die H\u00e4nde des Erftverbandes zu \u00fcberf\u00fchren mit Hinweis auf die hohen Kosten abgelehnt. Diese Kosten w\u00e4ren durch eine vern\u00fcnftige Verbandssatzung \u2013 wie bei umliegenden Gemeinden vorhanden \u2013 bei sehr geringer Belastung des einzelnen B\u00fcrgers aufzubringen.\u00a0<\/em><br \/>\n<em>Im April 2011 rutschte ein Kleintransporter nach einem Unfall in den Nordkanal. Damals kam es gl\u00fccklicherweise zu keinem Personenschaden. Die GVV als Versicherer erkl\u00e4rte damals: \u201eDa augenscheinlich bereits Erwachsenes schon damit \u00fcberfordert sind, die Situation allein zu beherrschen, sollte im Sinne der Eingabe der Beschwerdef\u00fchrer f\u00fcr eine Optimierung der Verh\u00e4ltnisse vor Ort Sorge getragen werden. Bedenken Sie dabei bitte auch, dass vorliegend nicht nur ein erhebliches haftungsrechtliches, sondern auch \u2026. Strafrechtliches Risiko im Raum steht, sollte es aufgrund der geschilderten sowie bereits \u00f6ffentlich diskutierten Situation zu einem Personenschaden mit schlimmen<\/em>\u00a0<em>Folgen kommen.<\/em><br \/>\n<em>Letztendlich obliegt es Ihrer (Kaarst) eigenverantwortlichen Pr\u00fcfung sowie Entscheidung, welche Ma\u00dfnahmen dort konkret zu ergreifen sind. Ein Beibehalten des derzeitigen Zustandes d\u00fcrfte sich allerdings aus dem oben genannten Gr\u00fcnden nicht empfehlen.\u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Am 31.01.2012 berichtete die NGZ von einer Leiche im Nordkanal. Die Umst\u00e4nde warum der Mann sich nicht selbst aus dem flachen Gew\u00e4sser befreien konnte, sind f\u00fcr uns ungekl\u00e4rt. Der Verdacht liegt nahe, dass er sich aus dem Schlamm nicht aus eigener Kraft befreien konnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Da von der unteren Wasserbeh\u00f6rde alle technischen Aussagen zur Verbesserung der Vorfluteigenschaften des Nordkanals vorliegen, liegt es in der politischen Verantwortung den Ansto\u00df f\u00fcr ein vern\u00fcnftiges Handeln zu geben.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Gerne bleibt die Aktive B\u00fcrger Gemeinschaft weiter mit Ihnen in Kontakt und beantwortet Fragen oder stellt auch Kontakte zu Kaarster betroffenen B\u00fcrgern her.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich freue mich auf eine Antwort und verbleibe mit freundlichem Gru\u00df<\/em><\/p>\n<p><em>KTA Gabriele Parting&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Aktive B\u00fcrger Gemeinschaft &#8211;\u00a0<strong><em>Die Aktive\u00a0<\/em><\/strong>wird sich selbstverst\u00e4ndlich weiter mit der Entschlammung und dem Zustand des Nordkanals besch\u00e4ftigen und auch hier nicht locker lassen, bis eine L\u00f6sung gefunden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen war der Nordkanal mehrfach Thema in der Presse. 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